Ein Gedankenexperiment…

19 Jun

Ich sehe das glaube ich eher negativ. Klar wäre es angenehmer sei Leben um die online Sessions zu strukturieren. Aber auf der einen Seite wird dann viel Personal nicht mehr gebraucht. Man benötigt keine Handwerker und Mitarbeiter/innen, die nur die Aufgabe haben die Gebäude und Studenten/innen zu betreuen. Dozenten und Dozentinnen würden auch weniger gebraucht, da die Aufgabe von wenigen durchgeführt werden kann. Der virtuelle Hörsaal bietet nicht für 1000 sondern für 100.000 Menschen Platz. Eine Zunahme an Einstellungen würden vermutlich Informatiker/innen Weiterhin verliert die Universität als „Ort der Bildung“ ihre Bedeutung, wenn diese geschlossen würde. Abschließend finde ich, dass der Preis für den „Komfort“ zu hoch ist.

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4 Antworten to “Ein Gedankenexperiment…”

  1. Anja Lorenz Juni 19, 2013 um 11:49 pm #

    Wirklich? Gerade bei Handwerkern denke ich nicht, dass diese Kompetenzen durch die Vernetzung überbrückt werden können. Ich habe absolut keine Ahnung von Autos und da kann mir auch das Internet nicht helfen: ich will das ehrlich gesagt nicht können. Und ich will mich auch nicht darum kümmern, dass der kaputte Beamer im Hörsaal wieder funktioniert, sondern mich auf Forschung und Lehre konzentrieren. Und wenn die Lehre dort nicht mehr stattfindet, wird sich das auf Büros etc. verschieben.

    Ich bin auch gerade durch den SOOC13 davon überzeugt, dass wir durch online-Vorlesungen kein Personal einsparen. Die WHKs haben alle Nase lang zu tun und auch ich fühle mich viel stärker eingebunden. Hätten wir mehr CP-Teilnehmer, bräuchten wir auch mehr Tutoren, die die Beiträge bewerten.

    Interessanterweise hat genau heute Martin Ebner was zur offenen Bildung/OER in einem Interview gesagt: http://trainingkonzepte.blogspot.de/2013/06/oer-im-guttemperierten-dach-raum-heute.html Die Studenten kommen nicht wegen der Inhalte, die bekommen Sie auch sonstwo im Netz. Sie kommen wegen uns. Wer Martin zu einem Vortrag einlädt, der weiß, was er bekommt. Auch MOOCs zeigen, dass das Kurskonzept mit organisierten Lernanlässen wichtig ist. (Fast) Alle Materialien, die wir im SOOC13 weitergeben, sind immer schon im Netz gewesen. Die Ihr hättet also uns gar nicht gebraucht, um da heran zu kommen. Aber die Lehrenden wählen aus und stellen zusammen…

    Das Personalproblem würde ich hier nicht so stark sehen. Da finden sich neue Arbeitsfelder. Die Postkutschenfahrer lungern heute auch nicht unter der Brücke 😉 Ist aber nur eine Meinung 🙂

    • durin07 Juni 21, 2013 um 12:12 am #

      Naja… ich kann es auch nicht wisenschaftlich belegen, würde aber vermuten, dass wenn die Bildung in das Internet verlagert oder „outgesourced“ wird, wird das ein Anlass sein MASSIV Arbeitsplätze zu sparen.
      Stimmt auch, Postkutschenfahrer haben wir ja heute nicht mehr, aber das Äquivalent ist das Taxi, der Bus oder die Bahn. Ich weiß aber nicht wie ein Handwerker eine neue Stelle finden soll, wenn auf einmal alle Schulen und Universitäten aufgelöst und eingestampft werden (Ja ich weiß, ist ein Horrorszenario).
      Mir würde aber vor allem die soziale Ebene verloren gehen, die, meiner Ansicht nach dern wichtigsten Teil des Lernstandortes Schule und Uni ausmacht.

      • Anja Lorenz Juni 21, 2013 um 8:00 am #

        Dem stimme ich 100%ig zu.

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